Erste Hilfe bei Kleinkindern und Säuglingen

42 Prozent aller Unfälle bei Säuglingen und Kleinkindern passieren zu Hause, im Haushalt oder Garten. In der Regel sind die Eltern die ersten Helfer vor Ort und die sollten wissen, wie sie ihrem Kind in einer Notlage am besten helfen können.

Wird ein Notruf abgesetzt dauert es durchschnittlich acht bis zehn Minuten, ehe ein Rettungswagen am Unfallgeschehen eintritt, auf dem Land noch länger. Für ein Kleinkind in Not kann das zu lange dauern deshalb liegt es an den Eltern, die ersten richtige Schritte zu ergreifen und damit ihrem Kind im schlimmsten Fall das Leben zu retten. Deshalb raten Jugendämter und Familienberatungsstellen Eltern dringend dazu, einen Erste-Hilfe-Kurs zu belegen. Meist liegt der letzte besuchte Kurs viele Jahre zurück und Erste Hilfe funktioniert bei Babys und Kleinkindern auch ganz anders, als bei Erwachsenen. Um die wichtigsten Kniffe zu lernen und im Notfall besonnen eingreifen zu können ist es deshalb ratsam, gut vorbereitet zu sein. Viele Kurse werden von den Städten und Gemeinden inzwischen kostenlos oder gegen einen geringen Preis angeboten und gehen in der Regel über ein Wochenende. Das erlernte Wissen hilft Eltern nicht nur dabei richtig zu reagieren, es macht sie auch ruhiger in der Gefahrensituation. Verletzte Kinder haben ohnehin viel Angst und Schmerzen, da sollten Eltern ruhig bleiben, Trost spenden und da sein, nicht panisch werden und die Situation so für den Nachwuchs noch schlimmer gestalten.

Medikamente richtig lagern

Neben dem Erste-Hilfe-Kurs ist es sinnvoll, die notwendigen Hilfsmittel im Haus zu haben. Dazu gehört ein gut ausgestatteter Erste-Hilfe-Koffer ebenso wie Medikamente, speziell wenn Vorerkrankungen beim Kind bekannt sind wie zum Beispiel Diabetes. Was genau in eine Baby-Notfall-Apotheke gehört, dazu kann der Kinderarzt ebenso beraten wie ein gut ausgebildeter Apotheker oder eine Hebamme. Liegt alles parat, sollte natürlich auf das Verfallsdatum geachtet werden, denn kein Medikament hält ewig und deshalb muss frühzeitig Ersatz her. All die Medikamente sollten dann natürlich so gelagert sein, dass der Nachwuchs diese nicht eigenständig erreichen kann, um Vergiftungen oder ähnlichem vorzubeugen.

Bildurheber: kzenon / 123RF Standard-Bild

 

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