Wenn der Nachwuchs eine Kettensäge will

Kleine Kinder spielen nicht Büro! Jungs – und natürlich auch Mädchen – wollen schaffen, wie man so schön sagt. Während ein Spielzeughersteller wahrscheinlich nur schwer ein Spielzeugkopiergerät verkaufen kann, sind beispielsweise Werkzeuge für den kleinen Handwerker eine verkaufssichere Idee. Darauf hat sich so manch Händler für echtes Werkzeug bereits eingestellt.

Und darauf haben sich die Hersteller schon seit langem eingestellt. Kann man doch inzwischen vom Hammer und Schraubenzieher aus Kunststoff auch gleich ganze Werkzeuggürtel für kleine Kids kaufen – oder gleich eine ganze Werkbank.

Sicherheit bei Spielzeug am Wichtigsten!

Das Wichtigste bei der Auswahl des Spielzeugs ist dabei selbstverständlich die Sicherheit. Auch wenn ein Kunststoffhammer in den Händen des Nachwuchses sicher nicht den gleichen Schaden anrichten kann, wie der Hammer aus der Werkzeugkiste des Vater, wie bei jedem Spielzeug sollte man natürlich auch hier auf die gängigen Sicherheitssiegel achten, und auch unabhängig davon das Spielzeug auch scharfe Kanten oder andere Gefahrenquellen untersuchen.

Zugegeben, das Sicherheitsbedürfnis gerät oft mit dem zweiten Kriterium, dem Preis, in Konflikt. Aber das sollte dennoch kein Argument sein im Zweifel doch zum Billigexport aus Asien zu greifen. Zudem zeichnet sich dieser ja oft auch durch nicht gerade hohe Qualitätsstandards und eine lange Haltbarkeit aus. Jetzt muss das Spielzeug naturgemäß nicht ewig halten – wenn es denn nicht auch an kleine Geschwister weitergegeben wird – aber wenn die Spielzeugwerkbank am zweiten Tag einfach zusammenbricht, ist das Geschrei natürlich auch groß und das vermeintliche Schnäppchen entpuppt sich im Handumdrehen als Fehlkauf.

Was die Erwachsenen mögen, kaufen sie auch für den Nachwuchs

Und dann gibt es natürlich noch ein drittes Kriterium, die Marke! Also nicht unbedingt die des Spielzeugherstellers, sondern des Werkzeugs. Viele Unternehmen die sich zum Beispiel auf die Ausrüstung von Handwerkern spezialisiert haben, haben das Potential längst für sich entdeckt. Das auf Berufsbekleidung spezialisierte Unternehmen Engelbert Strauss hat zum Beispiel längst eine eigene Kollektion mit Handerwerkeroutfits für Kinder im Angebot. Werkzeughersteller wollen dem Trend natürlich nicht nachstehen, so gibt es zum Beispiel auch eine Dolmar Spielzeugkettensäge. Dahinter steckt natürlich auch ein gezieltes Marketing, bauen die Hersteller doch darauf, dass die erwachsenen Fans der Marke, in Sachen Kettensägen hat ja auch Dolmar-Konkurrent Stihl seine eigene Kinderkettensäge im Programm, auch beim Kauf für den Nachwuchs ihrer Marke die Treue halten.

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