Schiebe-Erleichterung: Elektronischer Antrieb für den Kinderwagen

Fünf Schüler eines gewerblichen Gymnasiums haben gemeinsam mit ihrem Lehrer das komplette Antriebskonzept für einen elektronischen Viersitz-Kinderwagen ausgearbeitet. Der Prototyp funktioniert und ist in Gebrauch. Er stößt auf viel Zuspruch und wird momentan noch weiterentwickelt und vervielfacht. Ein Mehrsitz-Kinderwagen, wie er oft von Erzieherinnen und Erziehern in Kindertagesstätten, oder von Vielfach-Eltern genutzt wird, kostet ganz schön Kraft. Fünf Schüler der gewerblichen Schulen in Waldshut-Tiengen erfanden deshalb unter Leitung ihres Lehrers Siegfried Isele den „E-Buggy No. 1“. Der ist kein einfacher Kinderwagen, sondern hat ein komplettes elektrisches Antriebskonzept in sich versteckt. Ein 250-Watt Nabenmotor mit Akku und dazugehörigen Steuerelementen ist mit dem Griff des Buggys verbunden. Wird der Griff losgelassen, bleibt der Wagen sofort stehen. Die sonstigen Funktionen des Buggys, wie sie beim Kauf integriert sind, werden nicht von den Innovationen der Waldshuter Schüler beeinträchtigt. Brems- und Feststellfunktionen, Umbauten, Klappbarkeit sind genauso verfügbar wie zuvor. Der Wagen stößt auf viel Resonanz Inzwischen wurde der Prototyp des originellen Buggys bereits über ein halbes Jahr lang von der örtlichen Kindertagesstätte getestet. Mit einer kleinen Unterbrechung: Für die internationale Erfindermesse in Nürnberg entführten die jungen Entwickler den Wagen nochmals, um ihn offiziell vorzustellen. Der Buggy stieß dort auf enormes Interesse und viel Zuspruch. Inzwischen hat die Kita ihren Lieblingskinderwagen wieder. Zwei verschiedene Auszeichnungen (den 3. Platz beim „1 hoch 3“-Wettbewerb und die Zweitplatzierung beim „Artur-Fischer-Erfinderpreis“) haben die Schüler bereits mit dem Buggy abgeräumt. Die Geldpreise dafür werden, nach Aussage der jungen Tüftler, in die Weiterentwicklung des Projekts fließen.Die Schüler arbeiten an einer zusätzlichen hydraulischen Bremse für ihren Wunder-Buggy. Der Auftrag für einen zweiten E-Buggy ist bereits bei den Schülern eingegangen, und es gibt noch einige weitere...

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