Einschlafen nur im Kinderwagen – was jetzt?

Der Kinderwagen ist eine tolle Erfindung, die Eltern und Kind viel erleichtert. Manchmal zu viel. Denn viele Kinder empfinden das Herumgefahrenwerden im Wagen als so entspannend, dass sie nur noch dort einschlafen wollen. Das hat unter anderem damit zu tun, dass der Wagen sie an den sicheren Mutterleib erinnert. Eltern können den Babys diese Gewohnheit aber abtrainieren – dazu sind vor allem neue Rituale und Konsequenz wichtig. Viele Kinder empfinden den stetigen Rhythmus und das leichte Holpern des Kinderwagens wie ein Wiegen. Es hat eine beruhigende Wirkung, ohne langweilig zu werden. Denn Eindrücke während dem Einschlafen erleichtern dieses für Kinder. Quasi sanft in Gedanken wegträumen. Außerdem ist Ihr Kind im Wagen meist warm und kuschelig eingepackt, zugedeckt und geschützt von fast allen Seiten, wie in einer gemütlichen Höhle. Faszinierend aber wahr – das erinnert Ihr Baby an die Zeit in Mamas sicherem Bauch, dem wohl behütetsten Ort der Welt. Wie die Schlafgewohnheit des Kindes ändern? Um diese Gewohnheit loszuwerden, üben Sie die Umstellung mit Ihrem Kind. Was Sie dazu brauchen: Ruhe und ein festes Ritual. Immer gleiche Abläufe etablieren bei Ihrem Kind die selben Reaktionen. Das neue Ritual statt dem Kinderwagen-Ausflug, kann zum Beispiel Musik hören im abgedunkelten Schlafzimmer sein, ein Mobile betrachten und mit dem Teddy kuscheln. Und auch wenn es hart ist, die Schlafforschung sagt eindeutig: Konsequenz ist hier der Schlüssel. Denn diese Abhängigkeit vom Kinderwagen als Einschlaf-Hilfe wird zum Einen auf  Dauer anstrengend für die Eltern. Zum Anderen wird es eine Zeit ohne Kinderwagen geben, worauf das Kind vorbereitet werden muss. Sie als Eltern dürfen sich nicht abbringen lassen, auch wenn das Kind am Anfang mit der neuen Umgebung „Babybett“ unzufrieden scheint. Nehmen Sie Ihren Liebling nicht aus dem Bett, wenn er sich beschwert, sondern beruhigen Sie ihn im Liegen, durch Worte und Streicheleinheiten. Dieses Prozedere wird jedes Mal etwas einfacher...

Die ersten Kinderwagen – Skurrile Sache

Könnten Sie sich vorstellen, Ihr Kind in einer Schubkarre durch die Gegend zu schieben? Vor nicht einmal 1.000 Jahren war genau das normal. Später wurden Stubenwägen mobil gemacht, danach folgte die Optimierung für die Anforderungen sowohl der Kinder als auch der Eltern. Vor allem im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Kinderwagen, der heute zur Grundausstattung aller Eltern gehört, rasant. Rückenglück, Elternerleichterung, Kinderlimousine. Nicht immer gab es praktische Buggys mit federnden Rädern und viel Stauraum. Für Kinder gab es aber trotzdem schon lange vor der ersten Fabrikproduktion Karossen, um von A nach B geschoben zu werden. Wir machen eine Reise durch die Geschichte – zurück zum ersten Kinderwagen. Europa im Mittelalter. Seit zirka 1.200 gibt es Schubkarren, wie wir sie heute kennen. Und diese wurden zu dieser Zeit nicht nur für den Transport von Kartoffeln oder Backsteinen, sondern auch von Kindern verwendet. Fast über 800 Jahre ist das jetzt her und um diese Zeit gab es noch eine andere maßgebliche Erfindung: Den Stubenwagen. Aus dem entwickelte man dann, vielleicht gerade durch die Idee mit dem Schubkarren, den ersten Prototypen unserer heutigen Kinderwagen. Der Stubenwagen wurde zu diesem Zweck einfach mit Rädern und einer Schiebestange ergänzt. Die Tradition, mit den Kleinen im Wagen spazieren zu fahren, entwickelte sich dann Anfang des 19. Jahrhunderts in England. Zirka 500 Jahre später, auch in Großbritannien, erblickte dann die erste Kinderwagen-Fabrik das Licht der Welt und begann „perambulators“ herzustellen. Damals blieben die praktischen Gefährte natürlich den oberen Gesellschaftsschichten vorbehalten. Deutschland übernahm den Trend schnell und schon vor 1900 hatten manche Hersteller schon 100 verschiedene Modelle im Sortiment. Übrigens: Zu diesem Zeitpunkt war der Kinderwagen ein Zeichen der weiblichen Emanzipation. Spannend, wo man sich ja heute über jeden Wagen-schiebenden Herren freut. Der Kinderwagen entwickelt sich rasant In den Dreißigern begann dann die Massenproduktion, die den Babyboomern, die ja vor kurzem 40 geworden sind, einen starken Schub zu verdanken hatte. Zehn Jahre später werden die Wagen immer weiter perfektioniert: Rohrfedergestelle und Kugellager, Kombinations-Varianten aus Sport- und Kinderwagen, Modularität, Kotflügel, Rücklichter. Oft nach dem Vorbild eines Autos. In den 60ern und 70ern wurden dann Belüftungs-Schleusen eingebaut, außerdem Maßbänder im Wagen, die den Wachstumsfortschritt des Kleinen verfolgen ließen. Auch der Punkt Sicherheit wurde überarbeitet: Polsterungen an Kanten und Spitzen wurden verbessert. Immer mehr wurde das Kinderfahrzeug auch zum modischen Accessoire. Verschiedene Farb- und Materialvarianten erlaubten das Ausleben des ganz persönlichen Geschmacks und Fenster in den Wägen sorgten für gute Aussichten für die Kinder. In den letzten zwanzig Jahren wurde der Kinderwagen dann vor allem noch zur Erleichterung für die...

8 Tipps für’s Joggen mit dem Buggy

Seit 1984 gibt es in Deutschland so genannte Babyjogger. Es gibt also seit 30 Jahren keine Ausrede mehr für junge Eltern, ihre Fitness zu vernachlässigen. Zumindest nicht wegen eines unmobilen Sprösslings. Wir haben für Sie die wichtigsten Faktoren zusammengetragen, wenn Sie zusammen mit Ihrem Kind Joggen gehen möchten. Wählen Sie einen Wagen, der „in der Spur“ bleibt Die Räder des Wagens sollten zwischen 15 Zoll und 25 Zoll messen. So sicher, dass Sie ein gutes Rollverhalten mitbringen, das nicht zu holprig oder zu langsam wird. Das Reifenprofil sollte möglichst für alle Untergründe geeignet sein. Lassen Sie sich hier beraten – es gibt gravierende Unterschiede. Ein Tipp außerdem: Wählen Sie zum Joggen einen Buggy mit drei Rädern. Das macht die Führung einfacher. Suchen Sie außerdem nach einem Wagen mit sehr langem Radstand, das macht Kurven zwar etwas beschwerlicher, hilft aber, damit Sie nicht ständig die Hände am Lenker behalten müssen. Suchen Sie ein möglichst leichtes Modell aus Am Laufen selbst ändert sich wenig, nur etwas mehr Kraft ist natürlich nötig, wenn man nicht nur sich selbst, sondern auch den Nachwuchs von A nach B bewegen möchte. Achten Sie deshalb darauf, dass nicht auch noch der Wagen zur Kraftbelastung wird. Ein leichter Rahmen, zum Beispiel aus Aluminium, lohnt den Aufpreis. Ein Sicherheitsband verwenden Oft ist es ungewohnt für sportliche Eltern, die gewohnten Armbewegungen beim Joggen nicht machen zu können. Für viele Wägen gibt es deshalb ein Sicherheitsband, das dafür sorgt, dass der Wagen nicht ständig festgehalten werden muss, sondern nur ab und zu einen „Schubs“ braucht. Das Band wird an der Hand des Joggenden und dem Lenker des Kinderwagens befestigt. Eine Sicherungsleine, damit der Wagen nicht davonrollt. Erschütterungen vermeiden Kinderknochen sind weich und wachsen noch, deshalb sollten sie nicht zu stark belastet werden. Es ist deshalb wichtig, dass das joggende Elternteil nicht bei zu viel Geschwindigkeit Stufen und Bordsteine „mitnimmt“, oder mit zu langen Schritten gegen den Buggy tritt. Versuchen Sie also, sich gleichmäßig zu bewegen, und schieben Sie den Wagen zur Not etwas seitlich versetzt. Achten Sie auch beim Kauf auf eine gute Federung. Im besten Fall sollte diese auf das Gewicht des Kindes angepasst werden können. Das Wetter im Auge behalten Der Laufende empfindet die Temperatur beim Sport erfahrungsgemäß gerne etwas wärmer, als sie eigentlich ist. Das Kind im Wagen bewegt sich allerdings nicht, deshalb ist es wichtig, es warm anzuziehen, und eventuell eine zusätzliche Decke einzupacken. Für den Fall von plötzlichem Regen ist außerdem ein Regenschutz, der über den Wagen gespannt werden kann, empfehlenswert. Auch bei Sonne müssen...

Die Qual der Kinderwagen Auswahl

Die Auswahl an verschiedenen Kinderwagen ist erdrückend. Wir geben einige Tipps, welche Wagen-Art wofür gemacht ist und welche Möglichkeiten für Zusatzteile sich lohnen. Kinderwagen, Buggy, Kombiwagen, Sportwagen – die Wahl des Kindergefährts ist kniffelig und undurchsichtig kompliziert. Eltern, die diese Anschaffung noch vor sich haben, stehen vor einem nicht enden wollenden Ansturm an zu beachtenden Kriterien und einer riesigen Produktpalette. Die Preise variieren stark – aber liegt das an der Qualität oder zahlt man nur für Markennamen? Es lohnt der Vergleich. Nicht jeder Wagen passt für jedes Kind. Nicht jedes Feature ist für jedes Elternteil sinnvoll. Auch ob es schon Geschwisterkinder gibt, spielt eine Rolle. Relevant sind außerdem die Größe des Wagens, sein Gewicht, seine Klappfunktionen und vieles mehr. Eine Checkliste der relevanten Kinderwagen-Typ-Faktoren: Welches Alter? Kinder, die noch nicht selbstständig aufrecht sitzen können, brauchen eine Babywanne. Danach ist ein Buggy zum sitzen und die Welt entdecken angesagt. Hier bitte Vorsicht: Setzen Sie das Kind nicht zu früh hin, wenn es eigentlich noch nicht so weit ist. Die Rückenmuskulatur muss sich erst richtig ausbilden, sonst trägt ihr Baby eventuell Muskel- oder Haltungsschäden davon. Wie viele Kinder? Ja nach Alter und Anzahl der Kinder können ganz unterschiedliche Kinderwagen-Varianten sinnvoll sein. Für ältere Geschwisterkinder gibt es Mitfahrbretter zum Anbringen an den Wagen des jüngsten Familienmitglieds. Wie flexibel muss es sein? Kombiwägen können mit dem Alter der Kinder wachsen, was sich als sehr praktisch herausstellen wird. Auch einfache und einhändig zu bedienende Klappmechanismen sind Gold wert, wenn der Wagen trotz Baby auf dem Arm nach dem Spaziergang wieder in den Kofferraum wandern soll. Welche Zusätze sind sinnvoll? Ein Autositzadapter gegen unnötiges Baby-Umladen ist oft praktisch. Zusätzliche Tragetaschen für Windeln und Co. können ebenfalls viel Arbeit erleichtern. Welches Gewicht ist tragbar? Ein klassischer Kinderwagen wiegt ohne Kind und Kinderpflege-Untensilien circa 15 Kilo. Ein Buggy wiegt knapp die Hälfte, ein Jogger oder Sportwagen noch weniger. Die Wohnsituation (Treppen, Aufzüge, Erdgeschoss oder Etagenklettern) sollte hier auch bedacht werden. Wohin soll’s gehen? Jogger und Sportwagen sind vor allem für die Natur gemacht. Sie sind die Geländewagen unter den Kindertransportmitteln. Strand, Waldboden – alles kein Problem. Die großen Räder sorgen für ein ruhiges und wackelfreies Fahren. Der Buggy ist eher ein Stadtmobil – wendig und...

Blitzblank: So bleibt der Kinderwagen wie neu

Damit ein Kinderwagen so lange wie möglich gepflegt aussieht und im Idealfall noch für weitere Kinder genutzt werden kann, sollte er entsprechend gepflegt werden. Spaziergänge in der Natur, Regen und auch der „normale Gebrauch“ bringen Verschmutzungen mit sich. Oft reicht es groben Schmutz wegzuwischen, doch gerade im Winter bei gesalzenen Wegen braucht es etwas mehr. Regelmäßiges Reinigen der Reifen und anschließende Pflege mit Silikonspray beugen Korrosion vor. Übrigens sollten Bezüge auf keinen Fall unbedacht in die Waschmaschine gegeben werden. Kinderwagenhersteller liefern ihre Kinderwägen nicht umsonst mit Pflegehinweisen aus. Doch erfahrungsgemäß landen die kleinen Heftchen meist mit dem Rest der Verpackung im Abfall. Wir haben hier die wichtigsten Pflegetipps zusammengefasst, damit Sie an Ihrem Kinderwagen lange Freude haben. Überzüge nicht einfach in die Waschmaschine geben Kinderwagen-Überzüge werden nicht mit Imprägniermitteln behandelt, damit Kinder mit den giftigen Stoffen nicht in Kontakt kommen. Daher sind die Stoffe empfindlicher, als man es von anderen Textilien gewohnt ist. Nicht alle Bezüge können in die Waschmaschine. Schon beim Kauf sollte man deshalb auf das richtige Material Wert legen. Haben Sie vor, mit Ihrem Kind viel draußen, im Wald, am Strand unterwegs zu sein? Ein leicht zu reinigendes Material wie Mischgewebe sollte dann als Auswahlkriterium dienen. Führen die geplanten Wege hauptsächlich über Asphalt und glänzende Kaufhausböden, müssen die Bezüge nicht unbedingt bei 90 Grad waschbar sein. Grundsätzlich sollte ein feuchtes Tuch genügen, um die gröbsten Flecken zu entfernen. Danach einfach Lufttrocknen lassen. Aber Vorsicht: Dazu nicht in die Sonne stellen. So bleichen Farben schnell aus. Wagenräder nicht nur reinigen, sondern auch pflegen Die Räder eines Kinderwagens sollte man regelmäßig abspülen. Dazu können die Räder häufig abgenommen werden. Geht das nicht kann man den Gartenschlauch zum vorichtigen reinigen verwenden. Nur mit einem feuchten Schwamm ans Werk zu gehen reicht leider nicht. Der Schmutz muss mit viel Wasser abgespült werden, da sich unter Schmutz schneller Rost bildet. Zur Pflege der stark geforderten Räder sollte außerdem ab und zu ein Silikonspray benutzt werden. Das verhindert, dass die Metallteile der Räder durch Umwelteinflüsse anfangen zu rosten. Außerdem werden Kunststoff- und Gummimodule des Rads dann viel weniger spröde. Sie haben länger etwas von dem Wagen, und ganz nebenbei fungiert ein solches Spray auch als Schmiermittel und hält so die Reifen vom quietschen ab. Tipp: Manchmal bieten Hersteller oder Verkäufer Reinigungsaktionen für Kinderwägen an, bei denen das Gefährt komplett auseinander gebaut und auch an schwer zugänglichen Stellen gereinigt wird. Informieren Sie...

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